Einsichten aus Arbeitskontakten

Michael Erben

01.09.2011

Eine APP ersetzt über kurz oder lang die eigene Visitenkarte! Die starke Botschaft hat etwas für sich. Schon heute speichern wir auf dem Smartphone jede Art von Adressen. Bis in naher Zukunft wird es dann diese oder jene App noch auf den Bildschirm geschafft haben. Jetzt jedoch den Sprung von der App zur mobilen Visitenkarte - das dürfte auch dem kundenorientierten Kleinbetrieb die Augen öffnen. Da lasse ich mich gern von einem App-Fertiger vor den Karren spannen!


24.06.2011

Konkret wissen die meisten Unternehmen noch gar nicht, was eine App ist. Es gibt Ansätze - richtig. Nur, sie (und auch wir) sehen die Türschwelle und meinen schon, das ganze Haus zu verstehen. Das ist jedoch kaum über die Kellertreppen hinaus gediehen. Deshalb kann die Aussage 'Wir haben bereits eine App' kaum verduzen. Das mit der Resistenz des 'Wir wollen gar nicht mehr' zu verbinden, wäre jedoch fatal. Denn in der Virtualisierung von Services steckt eine ganz neue Lebensphilosophie. Hier zählt Interaktion und Engagement - und das ist auch mehr als Facebook!  


10.04.2011

Seit iPhone und iPad sind APPs in aller Munde. Und langsam setzt sich auch das Verständnis durch: APPs sind keine neuen Webseiten. Es sind auch keine übersetzten Webseiten. Stattdessen sind es eigenständige Angebote, um konkreten Zielgruppen konkrete Hilfen zu geben. Also z. B. das Drum und Dran eines Konferenzservices inkl. Tagesübersichten, Anmeldungen, Anfahrt, Hotelangebot und evtl. noch der Wettervorhersage. Oder ein Konfigurator zum Neuwagenkauf inkl. Probefahrtanfrage und Finanzierungsmodell. Wahrscheinlich werden APPs mit lokalem Inhalt über kurz oder lang das Rennen machen. Gedanke: Man setze nach Entwicklung der eigenen APP einen QR Code auf seine Webseite, der sich mit dem Smartphone abfotografieren lässt - und schon ist die APP mobil verfügbar.


15.02.2011

Von zwei und mehr Cs: Jeder Kommunikationsaufgabe geht stets eine Beratung vorher. Neudeutsch spricht man von den 2 Cs: Consulting + Communications, ergänzt meist um Controlling als das dritte C. Controlling heißt zugleich auch, für ein an Ergebnissen gemessenes Honorar offen zu sein. Doch gerade in der Kommunikation hapert es oft am Bezugsrahmen. Auch der, der eine Konferenz zu vermarkten hat, sollte sich nicht nur auf den schnöden Deckungsbeitrag eines Zusatzteilnehmers festlegen lassen, sondern den gesamten Marketingnutzen als Baustein der Vertriebsstrategie des Auftraggebers im Auge behalten.


17.12.2010

Ein Kunde, der sich ständig mit dem 'warum' (eine Kuh auf dem Eis steht) beschäftigt und nicht mit dem 'wie' (man die Kuh vom Eis bekommt), verursacht bei seinen Mitarbeitern über kurz oder lang ein seismisches Beben. Es ist wie ein Festhalten am Alten, statt sich ein Tor in die Zukunft zu öffnen. Das Problem liegt tiefer. Es fängt bereits damit an, dass am Anfang die Planung zu kurz kam. Ein typisches physikalisches Phänomen: Die Milch in den Kaffee zu schütten geht schnell, sie wieder zu entfernen, kann leicht überfordern. Doch wollte jemand überhaupt die Milch haben?


04.11.2010

Jeder kennt Starbucks - doch nur wenige Mittelständler im Dienstleistungsgewerbe wenden das Grundprinzip an: Wie man eine Leistung in diverse Gruppen unterteilt und so Zusatzerträge abschöpft. Immerhin: Ein Spediteur mit Sitz im Großraum Rhein-Main unterscheidet jetzt zwischen Transport- und Beratungsangeboten. Dazu plaziert er eine auf sich persönlich zugeschnittene Beraterseite neu im Netz und sieht zu, von seiner bestehenden Internetseite möglichst viel Verkehr auf die neue Seite zu ziehen. Natürlich muss er das seinen Bestandskunden schmackhaft machen. Ein erster Schritt dazu ist ein aufmerksamkeitsstarkes Firmenvideo. Jetzt sind sehr gute Fotos hinzugekommen. In Kürze wird gelauncht.


25.10.2010

Erste Plätze im Suchmaschinen-Ranking sind eine tolle Sache, wenn - ja, wenn die Suchbegriffe auch dort wirken, wo man als Unternehmen hin will. Denn Vergangenheit, also Marktdurchdringung ist auf jeden Fall auf schrumpfenden Märkten nur Kür. Die Pflicht heißt, sich mit Haut und Haaren (also Produkt- und Lösungsstrategie einerseits und Marketing, PR und Vertrieb andererseits) zusätzlich auch um die Erschießung neuer Märkte zu kümmern. Das vergisst leider manches Unternehmen, wenn es seine Google-Analytics inspiziert!


27.09.2010

Wer Begriffe besetzt, steuert Aufmerksamkeit. Ob das auch mit dem Begriff der 'emergenten Software' der Fall sein wird? Der / das neu geschaffene Softwarecluster - ein virtuelles Bindeglied zwischen 38 Einrichtungen aus Wissenschaft und Wirtschaft - widmet sich von Darmstadt aus unter dieser Überschrift der Erforschung der Unternehmenssoftware der Zukunft. Gewiss ein Beitrag dazu, die Digitale Agenda der EU zu stärken. Wesentlich bei emergenter Software ist, analog zum Prinzip der Service orientierten SW-Architektur auf Software aus dem Netz zu setzen und deren Verfügbarkeit für durchgehende Wertschöpfungsprozesse über eine gemeinsame Programmiersprache (?) sicherzustellen. Die Macher wollen dafür die Unified Service Description Language (USDL) nutzen.


14.07.2010

Mediales Rauschen erzeugt Druck - doch getreu physikalischer Gesetze wird das 'erdrückte' Objekt dann nicht zerbersten, wenn genug Gegendruck eingesetzt wird. Nichts anderes ist professionelles Blogging. Man kann so etwas mittlerweile mehrsprachig aus Indien 'beziehen'. Sicher nicht, um es unbesehen zu übernehmen, jedoch als verlängerte 'Content-Werkbank'.


18.06.2010

Heilsusen und Waschlappen: Ungeschminkte Hinweise auf Karrierekiller wie mangelnde Sensibilität und Absicherungsversuche, die liest man jetzt beim Manager Magazin in einem Interview mit Headhunter Michael Neumann. Frech und mutig!


11.05.2010

Flexibilität, Stopp + Go, Mobilität - so sieht das Umfeld aus. Eine starke Herausforderung für eine konsistente Kommunikation. Geht das wirklich per Betriebsanleitung? Werbeagenturen, vor allem solche mit Bezug zur Markenführung, plädieren dafür. Der Beweis dessen, dass ein Schuster, der bei seinen Leisten bleibt, sich kommunikativ leichter tut als der Manager eines beweglichen Portfolios, liegt auf der Hand. Doch es dürfte schwer fallen, hieraus eine ökonomische Erfolgsformel abzuleiten. Um im Bild zu bleiben - nur Schuster untereinander lassen sich vergleichen.


22.04.2010

Gut überlegt. Markenkonsistente Kommunikation setzt markenkonsistente Produkte voraus. Wie sieht es dann mit einer Erweiterung des Produktprogramms aus, wenn der originäre Markt nichts mehr hergibt? Das fragte sich ganz offensichtlich auch ein westfälischer Maschinenbauer. Statt auf Neuaufträge von KFZ-Zulieferern zu warten, startete er parallel ein Unternehmen, das eine boomende Branche mit einem aus Feinblechen hergestellten Endprodukt beliefern soll. Mehr soll hier nicht verraten werden - doch ein Blick auf seine Zeitmaschine ist durchaus erlaubt.


03.03.2010

Frühlingsanfangskarte, erste Mai-Gratulation, Schwimmbaderöffnungsparty, endlich Nebeleinladung oder - wirklich frech - Snowbranding. Hörte von einem Freund, dass er daran experimentiert, einen 3 D Plotter per Gesang zu steuern. Spannend!


28.01.2010

Messebesuche im IT-Umfeld klären nur selten über das Zielpublikum auf. Zu sehr gleichen heute Messebau und Präsentationssysteme wie ein Ei dem anderen. Insofern war die diesjährige OOP ein Augenöffner - ein Billiardtisch hier, eine Pokerrunde da, der aus New Economy Zeiten noch erinnerbare Tischfußball sogar zweimal und obendrein Roboter-Kricket: Hier waren Techies beinahe unter sich - Entwickler mit viel homo ludens im Blut.


22.12.2009

Projekte - das sagt sich so leicht. Denn alles, was einen Anfang und ein Ende hat, ist per definitionem ein Projekt. Richtig spannend wird es, wenn Erfolgshonorare vereinbart werdeen - für Abdruck, für Zitate, für Absatzförderung. Ist PR dafür das richtige Metier? Honorare sind kurzfristige Incentives. PR wirkt längerfristig und damit strukturell. Das sollten gerade auch IT-geprägte Menschen verstehen. Es lohnt sich, in gute Beziehungen zu investieren. Grundrauschen ist wichtig! Jeder Rückzug aus einer Kommunikationsbeziehung schafft Irritation.


08.12.2009

Innovationsfähig - lässt man sich dieses Wort auf der Zunge zergehen, scheinen Nuancen auf, die einem nicht unbedingt lieb sein müssen. Hat das Attribut nicht etwas mit 'mithalten' zu tun, mit 'der Schwächere scheidet aus', mit 'wenn nicht jetzt, wann dann'? Oder hat es eher grundsätzlich etwas mit einer allgemeinen Befähigung zu tun, die niemanden ausschließt? Dann würde es dem schönen Aphorismus entsprechen vom 'Es ist Krieg. Und niemand geht hin.'. Stoff genug für einen Kommentar. Doch am Ende muss es heißen 'Wir machen mit.'.


25.10.2009

Schreibt einer der K.meik-Kunden: "Ich finde Ihre Seite wirklich gut. Klas klar strukturiert, übersichtlich, nicht zu viel blabla, leicht zu verstehen...wirklich gut durchdacht...auch mit dem Blog auf der front page. Gefällt mir sehr gut." und wundert sich dann, "dass Sie keine konkreten Namen von Personen oder Firmen als Referenz nennen".

Der Grund hierfür ist eine Mischung aus Diskretion und dem Ansatz, Referenzen jeweils im konkreten Zusammenhang einer Anfrage zu benennen. Ich hoffe auf Verständnis.


14.10.2009

Kognitive Wahrnehmung ist ein Buch mit sieben Siegeln. Denn etwas zu betrachten, führt zumeist dazu, es mit dem eigenen Code zu entschlüsseln und dann sich darauf zu beziehen. Das Ergebnis ist für den Außenstehenden meist überraschend. So etwas hat jetzt zur Bildfolge der k.meik-Webseite stattgefunden – statt auf die Fotos einzugehen, hat die Leserin sich mit der durch Striche angedeuteten Kurvenlogik auseinander gesetzt – hier das Ergebnis: Parabel